Was ist Data Governance?

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Kommt Ihnen das bekannt vor? Ihr Unternehmen hat eine Menge in Analysen investiert. Und jetzt, wo Ihre Datenexperten alle verfügbaren Daten erhoben, bereinigt und verarbeitet haben, stehen Sie vor dem Problem, dass die Mitarbeiter, die am meisten von diesen Informationen profitieren könnten – beispielsweise aus den Bereichen Marketing oder Produktentwicklung – nicht das Wissen oder den Zugang haben, um diese Daten voll auszunutzen. Ihr Chief Data Officer verbringt übermäßig viel Zeit damit, Abfragen anderer Mitarbeiter zu verarbeiten oder die Integrität der Daten zu schützen. Sie stehen vor einem klassischen Data-Governance-Problem. Dieser Artikel bietet eine Einführung in das Konzept von Data Governance: Was ist das eigentlich? Warum ist es so wichtig? Und wer sollte daran beteiligt werden?

Was.

Das Data Governance Institute definiert Data Governance als „ein System von Entscheidungsrechten und Verantwortlichkeiten für alle informationsbezogenen Prozesse, durchgeführt auf Basis anerkannter Modelle. Darin ist festgelegt, welche Personen, zu welchem Zeitpunkt, unter welchen Bedingungen, welche Aktionen mit welchen Informationen durchführen dürfen.“ Kurzum: es geht um Richtlinien für den Datenzugriff in Ihrem Unternehmen. Data Governance umfasst eine Reihe von Verfahren, weshalb eine Prototypisierung und Iterationen wichtig sind. Anschließend sollte auf dieser Grundlage standardmäßig geregelt werden, wie eingehende Datenobjekte verarbeitet und bereinigt werden, wer Zugriff darauf hat usw. Das schafft letztlich mehr Sicherheit und Produktivität bei allen, die mit Ihren Daten zu tun haben. Hier liegt der Schlüssel von Data Governance: Einerseits wird die Privatsphäre derjenigen geschützt, deren Daten gesammelt wurden, andererseits wird die optimale Nutzung dieser Daten ermöglicht.

Warum.

Der Aufbau einer Data-Governance-Architektur kann einen immensen Wert für Ihr Unternehmen freisetzen. Mitarbeiter verschiedenster Abteilungen müssen sich nicht mehr an die eigene IT oder Datenexperten wenden – die ohnehin schon reichlich ausgelastet sind – sondern können direkt auf die benötigten Daten zugreifen. Die ihnen bereitstehenden Informationen sind dabei strikt eingeschränkt und an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst. Sie werden in einem leicht verständlichen Format bereitgestellt, das weder bearbeitet noch verändert werden kann.

Darüber hinaus entspricht eine derartige Architektur zunehmend den gesetzlichen Vorschriften: Die kürzlich in Kraft getretene weitreichende EU-Datenschutz-Grundverordnung verlangt von denjenigen, die personenbezogene Daten verarbeiten, Maßnahmen zum Datenschutz der betroffenen Personen – unter anderem durch Ernennung eines Datenschutzbeauftragten. Ein Anwendungsfall zeigt die Bedeutung eines Data-Governance-Systems. Birdz (ehemals ENDETEC-Homerider), ein Tochterunternehmen des Branchenführers VEOLIA Water, verfügt über ein dichtes Sensornetz in der Wasserinfrastruktur, um undichte Stellen, ungewöhnliche chemische Konzentrationen, Temperaturen und den Energieverbrauch zu erkennen. Mit seiner vorhandenen Software erfasste und speicherte Birdz diese Daten, doch benötigte das Unternehmen irgendwann ein System zur gemeinsamen Nutzung und Anreicherung der Daten für wichtige interne und externe Akteure. Unter Einsatz der OpenDataSoft-Plattform wurde ein System entwickelt, das sowohl von Datenexperten als auch von Mitarbeitern mit weniger technischem Hintergrund genutzt werden kann. Es umfasst Open-Source-Widgets und Visualisierungsoptionen, die „die Daten leichter verständlich machen, aber… [dem Benutzer] auch mehr Möglichkeiten bieten… um anspruchsvolle analytische Berichte zu erstellen“, so Cyrille Lemoine, CEO von Neroxis, einer Tochtergesellschaft von Birdz. Diese Berichte werden an bestimmte Personen intern (innerhalb von Veolia) und extern (Wasserversorgungsunternehmen) gesendet und umfassen benutzerdefinierte Daten und Kennzahlen, die an den jeweiligen Geschäftskontext angepasst sind.

Wer.

Die Einrichtung einer geeigneten Data-Governance-Architektur erfordert den Einsatz einer Reihe von Teams innerhalb Ihres Unternehmens: einerseits Datenexperten, aber auch Mitarbeiter aus den Bereichen IT, Recht, Marketing, Produktentwicklung und alle anderen, die von der Nutzung der Daten profitieren können.
Als ein führendes Chemieunternehmen neue Data-Governance-Verfahren einführen wollte, erhielten die Datenexperten die Unterstützung von Führungskräften und den wichtigsten Akteuren aus dem gesamten Unternehmen. Es wurden wöchentliche Meetings angesetzt und die Anforderungen und Vorgehensweisen aller wichtigen Geschäftsbereiche sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung besprochen.

Die Voraussetzungen für eine Data-Governance-Initiative sind relativ einfach – die Herausforderung liegt in der Umsetzung. Ein Zitat aus einer Anwendungsstudie des Data-Governance-Systems von Chevron ist mir im Gedächtnis geblieben: „Die Unternehmensführung wusste, was sie wollte (vertrauenswürdige, saubere Daten) … aber sie hatte nicht das richtige Konzept, um dorthin zu gelangen.“ Wenn Sie dieses Problem kennen, dann sollten Sie sich an OpenDataSoft wenden, um zu erfahren, wie wir Ihnen mit unserer Technologie und Kompetenz helfen können.

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