Der große OpenDataSoft-Jahresrückblick: 2017! Daten, Veranstaltungen, Emotionen

Der große OpenDataSoft-Jahresrückblick: 2017! Daten, Veranstaltungen, Emotionen

Das Jahr ist fast rum und wie es sich gehört, werfen wir einen Blick zurück, um unsere persönlichen OpenDataSoft-Höhepunkte zu zelebrieren.

Das erste Quartal startete mit einem kleinen Feuerwerk: Die Stadt Mannheim ging als erster deutsche Kunde von OpenDataSoft mit einem neuen Portal online. Interaktive Visualisierungen und APIs – danach hatte man bis dato auf deutschen Open-Data-Portalen zumeist vergeblich gesucht. So werden nicht nur Entwickler adressiert, sondern auch Bürger ermutigt, die Daten ihrer Stadt zu erforschen.

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Bei Veranstaltungen in die Welt der Open-Data-Community eintauchen

Ende April durften wir dann als Partner beim Datensummit in Berlin mit anderen Open-Data-Begeisterten netzwerken und einen kleinen Workshop geben, wie sich jeder mit ein paar Klicks sein eigenes Portal einrichten kann. Einen Rückblick und Ausblick zugleich sollte diese Veranstaltung bieten und zeigte dabei vor allem eins: zahlreiche spannende Projekte entstehen derzeit in der deutschsprachigen Open-Data-Welt wie z.B. das Feinstaubprojekt des OK Labs Stuttgart (hier gibt es den Luftdaten-Datensatz auch in unserem Data Store) oder die geplante Neuauflage von offenerhaushalt.de.

Apropos „Data Store”: Im Sommer haben wir diesen auch auf Deutsch veröffentlicht. In diesem Datenkatalog werden alle offenen Daten unserer OpenDataSoft-Kunden wie z.B. der Städte Paris und Brüssel sowie zahlreicher Energie- und Verkehrsunternehmen aggregiert. Darüber hinaus arbeitet unser Datenteam intensiv daran, stetig neue interessante offene Datensätze hinzuzufügen, die somit mit Karten, Diagrammen, Bildergalerien und APIs für alle kostenlos zur Verfügung stehen. So kann man zum Beispiel den Datensatz zur Bundestagswahl 2017 in seine Anwendung einbinden oder in einem anderen Datensatz Airbnb-Anzeigen analysieren (s.u.):

Im Juni ging es in die Schweiz nach Luzern zu Opendata.ch, wo die Schweizer Bundesbahn SBB von ihren Erfolgsgeschichten aus der Open-Data-Welt berichtete. Dies muss wohl auch den einen oder anderen Teilnehmer inspiriert haben, denn schon einige Monate später folgten die nächsten großen Neuigkeiten (dazu unten mehr).

Der Sommer neigte sich seinem Ende, als Invest in Bavaria uns als eines von zehn Startups aus der ganzen Welt einlud, an der Bits & Pretzels in München teilzunehmen (herzlichen Dank nochmals!). Dort begegneten wir nicht nur inspirierenden Gründern, die aus dem Nähkästchen plauderten, sondern auch alten Bekannten: Das Stuttgarter Innovationshub Code_n war vor vielen Jahren bereits einer unserer ersten Unterstützer, als wir unsere Fühler über unsere französischen Heimatgrenzen hinweg erstmals auszustrecken wagten.

Open Data im Einsatz, um gemeinsam die Mobilität der Zukunft zu gestalten

Im Oktober wurde dann hart gearbeitet, um beim ITS Hackathon der Deutschen Bahn in Hamburg, den Teilnehmern viele spannende Verkehrsdatensätze auf einem gemeinsamen Portal als APIs zur Verfügung zu stellen. Ideen wurden in Karten erforscht, Thesen in Diagrammen getestet, um dann noch schneller neue Anwendungen zu kodieren. Eine schlaflose Nacht später gab es die Ergebnisse zu bestaunen: Zum Beispiel eine Geodatenanalyse von sturmgefährdeten Zugstrecken, ein Proof of Concept zum „Einchecken” im Zug (damit der Schaffner einen nie wieder zum Fahrkartenprüfen aus dem Schlaf reißt) oder eine Anwendung vom XapiX-Team, welche die Verteilung von Fahrrädern in der Umgebung eines Bahnhofs anzeigt.

Auch die BITKOM war fleißig und veröffentlichte Anfang November einen Leitfaden „Open Data – Neue Konzepte erfolgreich umsetzen”. Unser persönliches Highlight befindet sich auf Seite 61, wo wir eine kleine Erwähnung finden und als „de-Facto-Standard in Frankreich” bezeichnet werden.

Wenig später diskutierten wir fleißig mit beim Barcamp der Offenen Kommunen NRW in Wuppertal. Der Saal platzte fast, als sich über 170 Teilnehmer auf die Diskussionsthemen stürzten. Ideen wurden präsentiert und erörtert, um gemeinsam mit Verwaltungsvertretern, Unternehmen und der Zivilgesellschaft Ansätze zu entwickeln, wie „die City smart” werden kann – und natürlich hatten auch wir ein paar Ideen und Inspirationen aus Frankreich mit im Gepäck, sozusagen „Smart auf Französisch”.

Neue Mitglieder im deutschsprachigen Open-Data-Club

Die Tage wurden kürzer, die Nächte länger – doch am deutschsprachigen Open-Data-Himmel taten sich neue Sterne auf. Das Schweizer Telekommunikationsunternehmen Swisscom veröffentlichte sein Portal mit Heatmaps von Personenflüssen am Zürcher Bahnhof.

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Die Schweizerische Post folgte nur wenige Tage später mit seinem eigenen Portal, auf dem unter anderem die Zugangspunkte der Post als ein Datensatz veröffentlicht wurden. Das Beratungsunternehmen Grünenfelder Zumbach hat dies dann gleich als Quelle verwendet und eine Analyse des Schweizer Poststellennetzes auf Github veröffentlicht.

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Und auch in Deutschland tat sich etwas: Die Stadt Dormagen in Nordrhein-Westfalen veröffentlichte über 60 Datensätze auf ihrem Open-Data-Portal. Doch nicht nur Datensätze finden sich auf dem Portal: Die Stadt veröffentlicht Hintergrundinformationen, die die Datensätze in einen Kontext setzen. Die Chronologie der Stolpersteine in Dormagen beschreibt, wie ein Bürgerantrag zum Ratsbeschluss und der Verlegung der sogenannten Stolpersteine in Dormagen führte – Denkmale, die an die Opfer der Nationalsozialisten erinnern.

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Und so neigt sich das Jahr langsam seinem Ende zu… Für uns war 2017 voll mit „Daten, Veranstaltungen, Emotionen” – doch dies war erst der Anfang! Denn gleich zu Beginn des Neuen Jahrs erwarten wir bereits die nächsten Neuigkeiten aus der deutschsprachigen Open-Data-Welt. Es bleibt spannend – auch in 2018!

Und zum Schluss: Wir danken all den tollen Menschen, denen wir in 2017 begegnet sind. Bei so viel Elan und Enthusiasmus kann man beim Thema Open Data nur positiv in die Zukunft blicken. Wir wünschen allen einige besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!


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